Das antwortete Aaraus Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker gestern in der CH Media auf die Frage, wie die Stadt Aarau die Siedlungsqualität verbessern will.
Die Zeitung zitierte in diesem Zusammenhang meine Forschung: Auf einen Arbeitsplatz sollten idealerweise zwei Einwohnende kommen (Link: https://lnkd.in/eQx3Pdv9).
Auch Stadt Baden argumentiert ähnlich: Man wolle sich als Arbeitsstandort weiterentwickeln.
Das Problem: Wer nur Arbeitsplätze stapelt statt Wohnraum schafft, produziert lange Alltagswege, mehr Verkehr und Zersiedelung. In Aarau und Baden – wie in fast allen Schweizer Städten – fehlt heute massiv Wohnraum im Verhältnis zu den Arbeitsplätzen. Vor 60 Jahren war das Verhältnis noch ausgewogen.
Die gleiche Haltung auch in der Stadt Zürich: Kürzlich sass ich beim NZZ-Live Podium zwischen den beiden Stadtpräsidiumskandidaten Përparim Avdili und Raphael Golta. Auch dort das gleiche Muster: Die Verantwortung für Wohnraum wird auf Agglomerationsgemeinden abgeschoben, obwohl die Hebel in der eigenen Nutzungsplanung liegen.
Das Ergebnis: Wohnungsmangel und unnötiger Verkehr sind kein Naturgesetz. Sie sind das Resultat politischer Entscheidungen in der Raumplanung.